Geschätzte Vereinsmitglieder
Geschätzte Vorstandsmitglieder
Nun ist auch schon das zweite Jahr des Verein Tschernobyl Kinder verstrichen und viele Erinnerungen und Erlebnissee gehören der Vergangenheit an.Dieses zweite, nicht minder intensive und erlebnisreiche Jahr, hat uns in vielen Dingen weitergebracht. Man konnte nun bereits von der ersten Aussaat ernten und die Verbindungen vertiefen. Manches ging einfacher und mit weniger Aufwand über unsere Vereinsbühne. Nichts hat sich an dem ehrenamtlichen Einsatz geändert. Die intensiven Planung brachten so manche Knacknuss zum Vorschein, aber gemeistert wurden sie alle.
Neue Mitglieder sind dazugekommen, viele Helfer gefunden und im Vorstand hat es Zuwachs gegeben. Immer wieder sind wir auf der Suche nach besseren und leichteren Wegen, um unser Sponsoring auszubreiten. Die Organisation vom Lager zu vereinfachen und die Verbindung in die Ukraine zu vertiefen. Auftritte am Radio, im Fernsehen und in den Zeitungen verhelfen uns um bekannt zu werden. Verschiedene Ämter sind an uns gestossen und geben uns ein Zeichen, in das Vertrauen und das korrekte Handeln in unserem Tun. Es gibt nichts wichtigeres transparent zu bleiben und offen für jedermann zu sein.Auch haben wir eine Ehrenmitglied erkoren in dankbarer Arbeit für die Kinder von Tschernobyl. Valentina Torgonska aus Lipniki setzt sich seit dem Jahre 1989 für die Kinder und deren Schicksale unermüdlich ein.
Auch im zweiten Jahr waren drei ganz klare Ziel gesetzt worden:
Es waren ehrgeizige Ziele und basierten nicht zuletzt auf das Vertrauen. Vertrauen gegenüber unseren Freunden in der Ukraine. Vertrauen von Familien in der Region. Vertrauen unter uns und vor allem auch das Vertrauen unserer Sponsoren. Ohne diese Gelder würden unsere Ideen einfach platzen. Doch wir wurden von alle Seiten unterstützt. Die Vereins Adressen sind nun deutlich über 700 angestiegen und immer wieder erhalten wir auch Spenden in Form von Naturalien.
1. Kinderlager im Haus Margess im Sommer 2005
Das Kinder Lager fand vom 20. Juli bis zum 10. August 2005 im Haus Margess statt. Wir haben dort selbst durch Fronarbeit verschiedenes verändert, um unsere speziellen Abläufe zu verbessern. Auch konnten wir aus dem ersten Lager sehr viel lernen. Die 35 Kinder konnten nach guter Reise,(sind morgens um drei Uhr von zu Hause losgefahren), ins haus Margess einziehen und dort drei schöne Wochen geniessen. Unsere Gäste waren aufgeweckt und fühlten sich sehr schnell wohl, haben viel gelacht, gespielt und sich im Teamwork profiliert. Nebst den Ausflügen, wie im Zoo und am Kletterfelsen bei Sargans, haben wir grossen Wert auf Hygiene, Zahnprophylaxe und erste Hilfe gelegt. Natürlich haben wir seitens der Helfer gute Unterstützung erhalten. Neu und sicher sehr wertvoll war auch eine Untersuchung der Augen direkt von einem Augenarzt in Bad Ragaz. So konnten vier Kinder, mit Brillen nach Hause gehen. Gegessen wurde sehr viel und sehr gut, grossen Dank an die Köche und deren Helfer, die das Essen optimal zubereitet haben. Ende Lager durften die Kinder wieder vollgepackt in ihre Heimat zurückfliegen. Für den Vorstand gibt es nichts Schöneres als ein unfallfreies Kinderlager organisiert zu haben, obwohl der Abschied kommen musste. Es schmerzte uns alle, über 34 Helfer/-innen, die während dem Lager gekocht, geleitet oder die Transporte erledigt haben und uns so vieles an Ideen und für die Kinder unvergessliche Tage gegeben haben. Es wurden Freundschaften geknüpft, Adressen ausgetauscht und vor allem werden diese Kinder in unseren Herzen bleiben. Aber es ist schön zu wissen, dass die Kinder in ihre Heimat gerne zurückkehren.
2. Einzelhilfe an Kindern und Familien in der Ukraine
Im zweiten Vereinsjahr ging es nun auch um die Kontrolle der ersten Einzelhilfen. Der Vorstand ist immer wieder vor Ort und prüft die Unterlagen, sieht in Dokumente ein und nimmt Kontakt mit den Studenten auf, die unsere Hilfe erhalten haben. Es wurden auch in diesem Jahr Stipendien in Form von Zahlungen für deren Unterkünfte und Lebensunterhalt geleistet. Auch hat der Verein einer Schule eine Reise in die Hauptstadt Kiew und den Zoobesuch ermöglicht. An Fragen und Ideen mangelt es nicht. Einer Familie wurde Hilfe, in Form von vier Ferkeln. So ist Mischa und deren Sohn auch verpflichtet etwas für die Haltung der Tiere zu tun. Den stetigen Kontakt in der Ukraine ist für uns sehr wichtig und nur so können wir deren Wünsche auch richtig verstehen und natürlich immer wieder das Umfeld prüfen. Die Kontakte mit Schulleitern und Lehrern gibt uns einen guten Überblick in die Verhältnisse der Familien.
3.Projekte vor Ort als humanitäre Hilfe
Der Vorstand hat sich für ein Sportprojekt im Uno Jahr des Sports 2005 entschieden. Insgesamt wurden 20 Schulen im Distrikt mit einem Sportset ausgerüstet. Die Planung, Durchführung und Kontrolle dauerte über 7 Monate. Die richtigen Sportutensilien, den Beschaffungsort waren nur kleine Aufgaben. Der Verein Tschernobyl Kinder konnte dieses ehrgeizige Projekt nur durch finanzielle Mithilfe der DEZA durchführen. Anfangs September konnte an alle Schulen die Sets ausgeliefert werden, die letzten Sportgeräte erhielten sie zum letzten Mal vor circa 20 Jahren. Sehr zur Freude der Sportlehrer und Kinder. Die Gegenleistung bei diesem Geberprojekt lag bei einer Durchführung und Organisation von einem Sporttag im Oktober 2005.
Drei Vorstandsmitglieder waren am 8. Oktober 2005 vor Ort und konnten einen sehr gefühlsbetonten Tag erleben. 498 Kinder aus der Region waren anwesend, um sich im Volleyball, Fussball und in Stafette zu messen. Es konnten auch viele Bekanntschaften in öffentlichen Ämter geknüpft werden. Wir hoffen, so zukünftig einfacher vor Ort tätig zu sein. Dieses Vorhaben konnte nur auf einer sehr guten Vorbereitung und dem Vertrauen unserer Helfer durchgeführt werden. Natürlich sind wir hier, mitgefordert, genaue Kontrollen zu machen und in Gesprächen weitere Möglichkeiten auszuarbeiten. Wir haben gesehen, dass die ganzen Sportset vollumgänglich in das Inventar der Schulen aufgenommen worden sind. So haben wir die Gewissheit, dass sehr viele Kinder davon profitieren können.
Besten Dank für Euer grosses Interesse und Eure Unterstützung für die Kinder aus der Ukraine. Ich möchte nochmals betonen, dass alle Vorstandsmitglieder und Helfer unentgeltlich für den Verein Tschernobyl Kinder arbeiten.
Ich wünsche Euch allen und Euren Familien eine schöne Vorweihnachtszeit, viel Gesundheit fürs kommende Jahr und im Namen unserer Kinder, von Herzen ein grosses Dankeschön.
Der Präsident
Daniel Oberer