© alexlmx / fotolia.com
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30 Jahre Tschernobyl 1986 - 2016

Auch 30 Jahre nach der grossen Havarie vom 26. April 1986 ist der neue Sarkophag noch nicht fertig gestellt. Seit über vier Jahren wird daran gebaut. Wichtige finanzielle Mittel fehlen um die Fertigstellung zu sichern. Neu rechnet man damit, dass die neue Schutzhülle 2017-2018 über die alte marode Schutzhülle des 1. Sarkophag geschoben werden kann. Die Gelder der Weltgemeinschaft (Weltbank und Europäische Union) sind aber noch nicht gesichert um die Fertigstellung zu sichern.

Doch selbst wenn die neue Schutzhülle steht und hoffentlich ihren Dienst auch versehen kann, ist noch kein Projekt geplant, dass den fachgerechten Abbau des Unglücksreaktors vorsieht. Es ist zur Zeit auch unklar wie es im innersten Bereich des Reaktor-Kerns aussieht.

Die Zone 1 (30 km Zone) bleibt auch bis auf weiteres eine Zone, die nicht bewohnt werden darf und nur mit Sondergenehmigung betreten werden kann.

Ältere Leute im äusseren Zonenbereich sind wieder in ihre kontaminierten Häuser zurückgekehrt (meist versteckt ohne das wissen der Behörden) und leben dort als Selbstversorger ohne Strom und Gasanschluss.

Seit über 10 Jahren werden offizielle Tages-Touren nach Prypjat und Tschernobyl angeboten.

© eight8 / fotolia.com
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Neue Schutzhülle schützt nun alten maroden Sarkophag

Nach mehr als fünf Jahren Bauzeit wurde Ende November 2016 endlich die neue, milliardenschwere Hightech-Reaktorschutzhülle erfolgreich über den alten, maroden Sarkophag vom Kernkraftwerk in Tschernobyl geschoben. So wurde nun 30 Jahre nach dem Super-GAU endlich ein erster Schritt zu einem geordneten Rückbau des havarierten Kernkraftwerks gemacht. Diese Arbeit wird noch Jahrzehnte dauern und riesige Summen an Geld verschlingen. Geld, welches die Ukraine zurzeit nicht hat.

Impression aus der Tschernobyl-Zone 2013-2015

Impression aus der Tschernobyl-Zone 2009

Karte von Reaktorgelände Pripjat